BI Bahnausbau 2.1 Neusäß bahnausbau2.1@gmx.de

Frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2024

Liebe Westheimer und Neusäßer Gemeinde,
alle Befreundeten und Unterstützenden unserer gemeinsamen Sache!

Wir wünschen allerseits ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes und erfolgreiches Jahr 2024.

Westheim hat einen für Augsburg und die Welt gut sichtbaren “Mitbürger” auf den Rathausplatz entsandt, jetzt als Christbaum und in der fünften Jahreszeit als Narrenbaum.

Ein Westheimer in Augsburg

Er macht uns keine Schande.
Thematisch mit dem Bahnausbau wird es erst nach Ende des Raumordnungsverfahren im zweiten Quartal 2024 weitergehen.

Liebe Grüße von der BI Bahnausbau 2.1

Eingabe zum Raumordnungsverfahren

Die Bürgerinitiative Bahnausbau 2.1 hat sich 2021 gegründet. Trotz der kommunikativen Einschränkungen während der Coronapandemie haben sich unmittelbar nach der Gründung ca. 300 Anwohner von Neusäß und Westheim aktiv als Unterstützerinnen und Unterstützer registriert. Die Bürgerinitiative spricht sich für die Verkehrswende und die Bekämpfung des Klimawandels aus. Sie befürwortet die Trennung der Bahntrassen in Nah-, Güter- und Fernverkehr. Sie lehnt eine Hochgeschwindigkeitstrasse mitten durch Neusäß, Westheim und Vogelsang ab.

Planungen entlang der Bestandsstrecke (Violett und Blau-Grün)

Die Bestandsstrecke verläuft in den Bereichen Neusäß/Westheim/Vogelsang in eng besiedeltem Gebiet. Der Neubau einer Hochgeschwindigkeitstrasse entlang der Bestands-strecke würde für die Anlieger eine unzumutbare Situation schaffen: Während der jahrelangen Bauphase müssten Lärm, Schmutz, Erschütterungen und größere Umwege – vor allem auch für die Schulkinder – in Kauf genommen werden. Während des späteren Betriebes würden sich die Erschütterungen bleibend verfestigen. Die dann notwendigerweise zu errichtenden Lärmschutzwände wären Ursache für eine noch stärkere Trennung des Stadtgebietes und eine Verschlechterung des Stadt- und Landschaftsbildes.

Wohn- und Gewerbegebäude und evtl. Teile des Friedhofs müssten beseitigt werden. Mindestens zwei Straßen (Dammstraße und Bahnstraße) in Westheim würden dem Neubau zum Opfer fallen, im Ortsteil Vogelsang die bahnstrecken-begleitenden Zufahrtsstraßen Ulmer Landstraße und Beim Bahnhof Biburg.

Weder die Neubauvariante Orange, noch die Variante Türkis führt in einem derart geringen Abstand an bebautem Gebiet vorbei wie die Neubauvarianten Violett und Blau-Grün. Und in keinem anderen Fall wären so viele Menschen direkt von der Trasse betroffen wie in Neusäß, Westheim und Vogelsang-West.

Der Bahnverkehr der Bestandsstrecke wäre während der Bauphase erheblich eingeschränkt und belastet. Darüber hinaus würde sich eine Verbesserung des schienengebundenen Nahverkehrs und der barrierefreie Ausbau von Bahnhöfen um Jahrzehnte verzögern.

Zerschneidung der Stadt

Die beiden Bestandsvarianten Violett und Blau-Grün würden die Zerschneidung der Stadtteile Alt-Neusäß und Westheim weiter vorantreiben. Die Stadtentwicklung würde dadurch stark beeinträchtigt. Eine notwendigerweise verbreiterte Trasse mit den entsprechenden Lärmschutzwänden beeinträchtigt nicht nur das Stadtbild, sondern verschlechtert den Luftaustausch, führt zur Verschattung der angrenzenden Grundstücke und geht mit hohen Wertminderungen einher. Die notwendig werdenden größeren und längeren Unterführungen (Eisenbahnkeuzungsbauwerke) erfordern entsprechende, nicht unerhebliche Geländeanpassungen der querenden Straßenzüge. Da sämtliche Querungen beibehalten werden müssen, wäre dieser Aufwand enorm.

Das Straßennetz

Das vorhandene Straßennetz ist bereits heute an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Eine zusätzliche Belastung der Verkehrsinfrastruktur während der Bauphase über mehrere Jahre würde das Verkehrsnetz völlig überlasten und die regionale Wirtschaft gefährden.

Das Universitätsklinikum Augsburg, das sich unweit der Bahnstrecke befindet, soll neu gebaut werden. Ein gleichzeitiger Neubau der Hochgeschwindigkeitsstrecke würde die Belastung der Bevölkerung noch potenzieren.

Die geplante Fahrrad-Route auf der Dammstraße und deren Verlängerung nach Neusäß könnte nicht weiter verfolgt werden. Die Erschließungswirkung der Dammstraße und der Bahnstraße ab Winterstraße würde wegfallen, da beide Straßen durch die Trasse zum Teil überbaut würden. Ähnliches wäre auch in Vogelsang der Fall, z.B. in der Ulmer Landstraße beim Bahnhof Biburg und bei der Dammstraße.

Die „Autobahntrassen“ Orange und Türkis

Durch eine Zusammenlegung der Verkehrswege Autobahn und Bahn bliebe der Eingriff in die intakte Landschaft relativ gering. Das FFH-Gebiet Schmuttertal wird gequert, während die Trassen Violett und Blau-Grün das Gebiet der Länge nach durchschneiden. Die Variante Türkis durchschneidet den im Regionalplan und im Flächennutzungsplan der Stadt Neusäß festgesetzten „Regionalen Grünzug“ lediglich westlich des Güterverkehrszentrums. Die Beeinträchtigung der Frischluftschneise wird durch die Tieflage der Neubaustrecke minimiert.

Fazit: Aus o.g. Gründen befürworten wir die Priorisierung der türkisen Neubaustrecke.

Neusäß, 27.10.2023

Gezeichnet für die Bürgerinitiative: Sieglinde Winter, Hannes Grönninger, Christian Werner

Stellungnahme der Bürgerinitiative Bahnausbau2.1 zum Raumordnungsverfahren für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Ulm-Augsburg

Vor 14 Tagen hat die Regierung von Schwaben ein Raumordnungsverfahren für das Projekt „Hochgeschwindigkeitsstrecke Ulm-Augsburg“ eingeleitet. Dieses Verfahren ist ein bedeutsamer Abschnitt bei der Entscheidung für die neue Bahntrasse. Alle beteiligten Kommunen und Träger öffentlicher Belange haben die Unterlagen zur Information und Stellungnahme erhalten. Und während z.B. in Zusmarshausen die Bürger informiert wurden und die Unterlagen seit Montag dieser Woche zur Einsichtnahme ausliegen (AZ vom 16.09.2023), tut sich in der ungleich größeren Stadt Neusäß nichts. Nur bis Ende Oktober – sechs Wochen nach der Einleitung des Verfahrens – sind Stellungnahmen möglich und können Bedenken geäußert werden.

Obwohl es bei dem Raumordnungsverfahren nicht darum geht, persönliche Betroffenheiten darzulegen, ist dieses Verfahren für die Einwohner der Stadt Neusäß von erheblichem Belang. Es geht nämlich um die Umweltverträglichkeit des Vorhabens und darum zu klären, ob ihm „raumbedeutsame Auswirkungen“ unter überörtlichen Gesichtspunkten entgegenstehen. Dies wäre in Neusäß sicherlich der Fall. Denn ein Neubau-Streckenverlauf entlang der Bestandstrasse würde eine schwerwiegende  Einschränkung der Siedlungs-entwicklung der Stadt bedeuten. Mehr als 10 Jahre wäre die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Neusäß blockiert und damit bedroht.

Zur Erinnerung: die Einwohner von Neusäß haben sich in einer Bürgerversammlung am 6. April 2022 einstimmig  dafür ausgesprochen, dass die neue Bahntrasse keinesfalls durch den Stadtkern von Neusäß, durch Westheim und Vogelsang führen darf. Es geht vielmehr darum, die am schnellsten realisierbare, natur- und menschenverträglichste, kostengünstigste und damit optimalste Lösung zu favorisieren. 

Die Bürgerinitiative 2.1 appelliert an die Stadt, gegenüber der Regierung von Schwaben in einer Stellungnahme die raumbedeutsamen Umweltbelange die Stadt betreffend vorzutragen zu erläutern. Sie ruft die Stadt darüber hinaus auf, diese Stellungnahme in der Heimatstimme zu veröffentlichen und damit den Menschen ihr Recht auf Information zu geben.

Ultraschnell von Ulm nach Augsburg – die Planungen der Neubaustrecke

YouTube Beitrag von BahnBerichtBayern:

Ultraschnell von Ulm nach Augsburg – die Planungen der Neubaustrecke.

Sie werden auf YouTube weitergeleitet.

Stellungnahme der Bürgerinitiative Bahnausbau 2.1 zur Berichterstattung in der Landausgabe der AZ vom 31.01.23 „Bahnausbau: Darum geht es den Kommunen an der Strecke“.

Im o.g. Artikel berichtet der Autor über ein Treffen der Bürgermeister verschiedener Kommunen und den derzeitigen Stand des geplanten Bahnausbaus zwischen Ulm und Augsburg. Er geht im zweiten Absatz auf die Bürgerinitiativen ein, wobei er die – zweifellos sehr aktive – Bürgerinitiative BISCHT als Dachorganisation aller einschlägigen Bürgerinitiativen zu Wort kommen lässt. Die BISCHT hat sich zwar selbst zur Dachorganisation erklärt, tatsächlich bündelt sie aber vorwiegend die Interessen von Bürgerinitiativen aus dem nordwestschwäbischen Raum. Die ungleich größere Betroffenheit der direkt an der Bestandsstrecke lebenden Menschen wird nicht von ihr, sondern von anderen Initiativen, z.B. der Bürgerinitiative Bahnausbau2.1 vertreten. Es ist sicher auch die Aufgabe der Presse, Aussagen wie die der BISCHT zu hinterfragen und ggf. die Berichterstattung dahingehend zu korrigieren.

Bereits im Dezember 2021 hat sich im Bereich Neusäß die Bürgerinitiative Bahnausbau2.1 gegründet und in den Monaten danach weitere Bürgerinitiativen, z.B. in Diedorf. Diese Initiativen haben einen umfangreichen Forderungskatalog vorgelegt. So soll die am schnellsten realisierbare, natur- und menschenverträglichste, kostengünstigste und damit optimalste Lösung favorisiert werden. Die Bürgerinitiative Bahnausbau2.1 sieht keinen Anlass für ein Aussetzen der Planung wie es die BISCHT mit dem Verweis auf angeblich veraltete Vorgaben tut. Denn während der mindestens zehn Jahre, die für die Planung und den Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse angesetzt werden müssen, kann man ohne weiteres parallel die Leistungsfähigkeit der Bahnhöfe und Knotenpunkte optimieren. Von einer Aufschiebung der Planungen profitiert niemand – am wenigsten der
Nahverkehr auf der bestehenden Bahntrasse.

Die Bürgerinitiative Bahnausbau2.1 unterstützt vielmehr die Verkehrswende durch den von der Bahn AG im Auftrag des Bundes geplanten Neubau einer Hochgeschwindigkeitstrasse und die dadurch umsetzbare Stärkung des regionalen Bahnverkehrs. Ein Zusammenlegen der Verkehrstrassen entlang der Autobahntrasse der A8 bietet sich mehr als an. Denn es geht auch darum, möglichst wenige Menschen unter einer lange Jahre dauernden Großbaustelle und einer radikalen Spaltung des Stadtkerns von Neusäß und seiner Ortsteile leiden zu lassen.

Frohe Weihnachten und auf ein gutes neues Jahr 2023

Liebe Nachbarn, Unterstützer und Freunde unserer Bürgerinitiative!

Ein interessantes und in vielerlei Hinsicht herausforderndes Jahr 2022 geht zu Ende. Manche Themen haben sich verbessert, manche zum Schlechteren gewendet und manche ändern sich einfach nicht.
Das Wichtigste ist aber die persönliche Gesundheit und das gute Zusammenleben mit Familien, Freunden und anderen Mitmenschen.

In diesem Sinne wünschen wir alles Gute, Kraft und vor allem Gesundheit für das Jahr 2023.

Das Team von Bahnausbau 2.1

Aktuelles zum Herbst

Liebe Nachbarn, Unterstützer und Freunde unserer Bürgerinitiative!

Es hatten hoffentlich alle einen schönen Sommer und Urlaub. Der Herbst kündigt sich an und auch die Diskussion zum Bahnprojekt nimmt wieder Fahrt auf.

Am 28. & 29. September ist das Infomobil der Bahn bei uns in Neusäß auf dem Parkplatz des Sanitätshaus Lindauer (alter Postparkplatz neben der Einfahrt zu Rathaustiefgarage).

Termine:
Mittwoch, den 28. September: 15.00 – 19.00 Uhr
Donnerstag, den 29. September: 10.00 – 14.00 Uhr

Info auf der Seite der Stadt Neusäß.

Info auf der Seite der DB Netze.

Nutzen Sie bitte die Gelegenheit sich zu Informieren und kritische Fragen gerade zum Ausbau durch unsere Heimatstadt zu stellen. Die Konsequenzen für die Bürger der Stadt Neusäß in Sachen Flächenverbrauch, eventuellen Enteignungen, Lärmschutz, Bauzeit und neue Stadtansichten durch Lärmschutzwände und weitere Themen sind sicher eine genauere Betrachtung wert.

Liebe Grüße
BI Bahnausbau 2.1

Treffen von Bürgerinnen und Bürgern und BI Vertretern mit Landrat Martin Sailer und Bürgermeister Richard Greiner

In der Sache einig, in der klaren Forderung kontrovers.

So könnte man mit einem Satz das Zusammentreffen von Landrat und Bürgermeister mit den Westheimer Vertretern des Bürgerantrags und der Bürgerinitiative Bahnausbau 2.1. beschreiben.

Die Antragsteller und die Versammlungsteilnehmenden hatten in der Bürgerversammlung am 6. April verlangt, dass sich der Stadtrat eindeutig gegen den Bau einer Hochgeschwindigkeitstrassen mitten durch Westheim ausspricht.

Doch bislang sei dies nicht geschehen, so Hilmar Möller, der den Bürgermeister auf die „Falschmeldung“ in der Heimatstimme schriftlich hingewiesen hat und inzwischen eine Rechtsaufsichtbeschwerde gegen den Neusässer Bürgermeister eingereicht hat.

Den Antragstellern zum Verdruss wurde die Stadtratssitzung am Dienstagabend 5.7. wegen mangelnder Punkte abgesagt. Dabei hätte gerade dieser Umstand die notwendige Zeit eingeräumt, um den Bürgerantrag umfassend und im Rahmen der gesetzlichen Fristen zu diskutieren.

Ganz offensichtlich „drückt“ sich die Politik vor klaren Aussagen, sowohl in der Stadt Neusäß, als auch im Landkreis, so Hannes Grönninger, der für die Bürgerinitiative das Wort ergriff. Während die Landkreise Neu-Ulm und Günzburg sich für die autobahnnahen Trassen ausgesprochen haben und die Stadt Burgau die türkise Trasse favorisiert, kommt weder vom Kreistag noch von der Stadt Neusäß eine klare Ansage. Man müsse in Verhandlungen mit der Bahn das beste Ergebnis für die Betroffenen aller Trassen erreichen, so das Credo von Landrat und Bürgermeister, und kein Mensch wolle die Neubaustrecke vor seiner Haustüre. Das sehen die Vertreter der Bahnanlieger ganz anders. Keine der Varianten an der Bundesautobahn durchschneidet eine Stadt wie Neusäß. Kein Wohnhaus, kein Friedhof, kein Garten, keine Anliegerstraße muss wegen der Hochgeschwindigkeitstrasse abgerissen oder geteilt werden. Die immer neuen Vorschläge von Seiten der Kommune, die Neubautrasse irgendwie auf dem vorhandenen Gleiskörper in Neusäß zu planen oder die vom SPD „Experten“ ins Spiel gebrachte Reduzierung auf 3 Gleise bringen mehr Verwirrung als Klarheit in das Planungsziel. Dies wurde in Studien von Pro Bahn und VCD dargestellt, die den dreigleisigen Ausbau als „Irrweg“ bezeichnen, so Christian Werner.

Fazit des Abends: Die Bürgerinnen und Bürger wollen klare Aussagen, die angesprochenen Politiker Verhandlungsmasse.

Stellungnahme der Bürgerinitiative auf aktuelle Presseartikel

Für Irritation sorgt zur Zeit die von Politik und von Bürgerinitiativen im westlichen Landkreis verbreiteten „Gerüchte“, es sei kein viertes Gleis für die geplanten Neubaustrecke Ulm-Augsburg nötig und damit entfalle der Neubau einer Hochgeschwindigkeitstrasse.

Konkret: Laut unserem Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz, gibt es Informationen aus dem Bundesverkehrsministerium, nachdem die Vorgabe zum Bahnausbau Ulm-Augsburg nicht unbedingt den Bau von zwei neuen Gleisen enthalte, vielmehr lediglich ein drittes Gleis zwischen Augsburg und Dinkelscherben. Diese Informationen sollen aus einem Schreiben, das der Parlamentarische Staatssekretär Michael Theurer im März dieses Jahres stammen.

Die äußerst aktive, sogenannte interkommunale Bürgerinitiative reklamiert diesen „Erfolg“ auch für sich und fordert von der Bahn eine Neuplanung des Projekts.

Wir als Bürgerinitiative und Anwohner der Bahnlinie sind der Meinung, dass eine Hochgeschwindigkeitstrasse sehr wohl gebraucht wird. Denn, die schon heute mit Verspätungen reichlich gesegnete Trasse kann dem steigenden Verkehrsaufkommen künftig immer weniger gerecht werden. Eine Hochgeschwindigkeitstrasse, – allerdings nicht durch bewohntes Gebiet, sondern entlang der Autobahn einerseits – und ein Viertelstundentakt im Regionalverkehr sind Perspektiven die Hand und Fuß haben. Alle anderen Szenarien wären ein Rückschritt und würden die Region auf Jahrzehnte von allen Entwicklungen im Schienenverkehr abhängen.